Bereitschaftspflege – ein Zuhause auf Zeit

Bereitschaftspflegeeltern bieten Kindern in Notsituationen ein liebevolles Zuhause auf Zeit. Wir unterstützen sie dabei, diese wichtige Aufgabe zu meistern.
Die Bereitschaftspflege im Überblick:
- Abwechslungsreiches, erfüllendes und herausforderndes Ehrenamt
- Kurzfristige Unterbringung, bis eine dauerhafte Lösung gefunden ist
- Der Fokus liegt auf Sicherheit, Gesundheit und Diagnostik, nicht Bindung und Beziehung
- Kostenlose Schulungen und Erstehilfekurse, 24/7 Erreichbarkeit Ihres Beraterteams sind selbstverständlich
Was ist Bereitschaftspflege?
Die Betreuung eines jungen Menschen in einer Bereitschaftspflegefamilie stellt eine besonders intensive Form der Hilfe zur Erziehung (§ 27 Abs. 2 SGB VIII) auf der Grundlage eines Hilfeplanes (§ 36 SGB VIII) in einer anderen Familie dar. Die Bereitschaftspflegefamilie ist eine Pflegestelle im Sinne des § 33, Satz 2 SGB VIII.
Zu den Hauptaufgaben neben der Grundversorgung der Kinder gehören der Austausch mit zuständigen Behörden sowie Arztbesuche und Sicherstellung des Schulbesuchs. Umgangskontakte mit der Herkunftsfamilie finden ohne Bereitschaftseltern im Praxisinstitut statt, werden professionell begleitet und dienen der idealen Perspektivfindung für das Kind. Wir bieten regelmäßig Schulungen für unsere Bereitschaftsfamilien an. Ein professionelles Beratungsteam steht den Familien 24/7 zur Verfügung.


Wer sind die Bereitschaftspflegekinder und was brauchen sie?
Kinder in der Bereitschaftspflege haben oft eine bewegte Vergangenheit. Trennung von den Eltern, häufige Ortswechsel und belastende Erlebnisse haben tiefe Spuren hinterlassen. Sie suchen nun einen sicheren Hafen, eine Familie auf Zeit, bis eine dauerhafte Lösung gefunden ist. Sie brauchen Zeit und Unterstützung, um sich an eine neue Umgebung anzupassen und Vertrauen aufzubauen.
Welche Benefits haben Sie als Bereitschaftspflege Familie?
Wir bieten unseren Familien die kostenlose Teilnahme an einer Vielzahl von Schulungen an. Auch Kurse zur ersten Hilfe am Kind sind für unsere Bereitschaftseltern immer kostenlos. Ihre Arbeit ist bedeutend und abwechslungsreich und bewahrt einen jungen Menschen davor, in Großunterkünften untergebracht zu werden. Der rege Austausch mit anderen Familien des Netzwerkes , gemeinsame Feste und Freizeiten sorgen für tolle Erinnerungen.

Wer kann Bereitschaftspflege Eltern werden?
Interesse an der Bereitschaftspflege ist ein guter Anfang. In persönlichen Gesprächen schauen wir uns gemeinsam an, welche Stärken Sie mitbringen und welche Herausforderungen die Bereitschaftspflege mit sich bringt und erkunden gemeinsam, ob Ihre persönlichen Voraussetzungen und Ihr Lebensumfeld für die Aufnahme eines Kindes in Bereitschaftspflege geeignet sind. Bereitschaftspflegefamilien können Familien, (Ehe-)paare und Einzelpersonen sein. Eine gute Voraussetzung stellt eine Ausbildung oder ein Studium im pädagogischen Bereich dar, um Kinder bzw. Jugendliche und (im Ausnahmefall) junge Erwachsene aufzunehmen. Pauschale Voraussetzungen gibt es hierbei nicht. Ihre Eignung stellen wir im persönlichen Gespräch fest. Haben wir Ihr Interesse geweckt, dann freuen wir uns darauf, Sie kennenzulernen.
Checkliste „bereit für Bereitschaftspflege?
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Erfahrung im Umgang mit Kindern
-
körperlich wie psychisch belastbar
-
tollerant und offen gegenüber anderen
Lebenswelten und Einstellungen
-
positive Lebenseinstellung
-
ausreichend Wohnraum
(auch eigenes Kinderzimmer) -
flexible sowie ausreichend Zeit
-
Bereitschaft, sich wieder zu trennen
-
Bereit für Austausch, Beratung,
behördliche und ärztliche Termine -
ohne Vorstrafen
-
ohne finanzielle Absichten
-
innerhalb der Familie sind
alle einverstanden -
Privates Unterstützernetzwerk